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Was sind die drängendsten Probleme im Kanton Bern?

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Wer über seine finanziellen Möglichkeiten lebt, kann sein Leben nicht mehr frei gestalten sondern wird Sklave seiner Schulden. Genauso geht es dem Staat.
Wer sein Geld aber nachhaltig und massvoll einsetzt, der wird später die Früchte dafür ernten können.
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Das finde ich genau so! In meiner Gemeinde werden sehr viel Steuergelder ausgegeben für fragliche "Verkehrssysteme". Man hätte von Anfang an mehr planen sollen als alles 3 mal zu verändern. Jetzt ist die Oberlandstrasse so wie früher, aber es sind mehere Millionen für Bauprojekte investiert worden. Das hätte man besser ausgeben können...
Sulzener Marco - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 7. März 2010 Verstoss melden
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Nur dank guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können im Kanton Bern neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Für die junge Generation ist ein überdurchschnittlich gutes Bildungssystem zentral.
Überaus wichtig ist dazu ein gut ausgebautes ÖV und Strassen Netz. Für die Ansiedlung von neuen Unternehmen (vor allem KMU Betriebe) sind tiefe Steuern wichtig. Tiefe Steurn und neue Unternehmen im Kanton bringen wiederum neue Arbeitsplätze und mehr Steuereinnahmen!

Natürlich dürfen in einem landwirtschaftlich geprägten Kanton wie dies Bern ist, die Bauern nicht zu kurz kommen. Mit Nischenprodukten oder dank dem guten Tourismus Standort (Bsp. Emmental) sollen die Bauern profitieren können. Der Tourismus soll nachhaltig gefördert und ausgebaut werden.
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Gute Rahmenbedingungen sind wichtig im Kanton Bern, um Arbeitsplätze zu schaffen.

Jedoch gleich die Steuern zu senken, sind der falsche Weg und zudem sehr unkreativ. Ein bisschen freisinnig eben.

Denn wie will der Kanton Bern die Schulden abbauen und seine Leistungen finanzieren?

Wichtiger für den Kanton sind, weniger Bürokratie und bessere Dienstleistungen, als andere Kantone.

Zudem widersprichst du dir mit der Aussage:

Mehr Bildung, mehr ÖV und gleichzeitig Steuern senken.


Probier einmal deinen Lohn zu senken und gleichzeitig mehr
auszugeben - Dann weist du wie man Schulden macht.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 22. Januar 2010 Verstoss melden
Elias sagt das schon richtig. Ich habe das nötige Rezept dazu:

1. Jede Verwaltungstelle hinterfragen und kräftig ausmisten.

2. unnötig Bürokratie abbauen.

3. Nur so viel Staat wie nötig.

Mit den frei werdenden Mittel kräftig in die Infrastruktur investieren und Firmen ansiedeln.

Mit den Mehreinnahmen die Steuern senken, dies muss vorinvestiert werden und braucht etwas Mut.

Nicht an der Bildung sparen, denn das ist unser wichtigstes Kapital und auch Grundlage, dass wir überhaupt gute Steuerzahler anlocken können und auch die Firmen gut ausgebildetes Personal rekrutieren können.

Das ist freisinnig !!!!!! Alles andere ist links oder grün
Peter Haudenschild - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen 2. Februar 2010 Verstoss melden
Genau die Steuern müssen gesenkt werden um den Kanton Bern für Unternehmen (und Private) attraktiv zu machen.

@Marcel:
Es ist wichtiger zu investieren als "nur" auszugeben. Dazu gehört eben eine nachhaltige und langfristige Strategie. Für Unternehmer sind Infrastruktur, rasche unbürokratische Entscheidungen, gutes Fachpersonal und vernüftige Steuern entscheidend.

Übrigens in der Bürokratie steckt auch Einsparpotenzial, also könnten Steuern gesenkt werden. ;-)

Zudem zählen nicht "Steuerprozente" sondern der absolute Steuerbetrag in CHF, dass heisst wenn mit weniger Steuernprozenten mehr Unternehmen langfristig angesiedelt oder gefördert werden können, resultiert dies in höheren absoluten Steuererträgen. Oder um in Deinem lehrreichen Beispiel zu schreiben; zahlt Dir dein Arbeitgeber den Lohn in % oder in CHF?

Ausserdem könnten wir damit mehr Arbeitsplätze im Kanton ansiedeln und ebenfalls den Bildungs- und Forschungsstandort Bern (beziehungsweise Uni und Fachhochschulen) fördern.
Markus Binggeli - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen vor 4 Tagen Verstoss melden
@Markus Binggeli

Beim Bürokratischen Aufwand gebe ich dir Recht. Dieser muss für Unternehmen sinken und damit die Kosten für ein Unternehmen.

Mit den Steuersenkungen bin ich nicht ganz einig. Es hat sich gezeigt, dass viele Unternehmen dank dem Steuerwettbewerb einem Subventions- und Steuertourismus hinterher rennen und schnell von Kanton zu Kanton wechseln.

Dies ist nicht nachhaltig und führt nicht zu einer Gesundung der Kantonsfinanzen.

Dies hat sich ebenfalls bei den natürlichen Personen herausgestellt. Ausserdem macht der Steueranteil von reichen Personen nur einen kleinen Prozentteil aus.

Zudem leben wir nicht im Kanton Zug, der fast keine Infrastrukturkosten hat.


Nachhaltig sind wenig Bürokratieaufwand, gute Bildungs- und Forschungsinstitute.




Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP vor 4 Tagen Verstoss melden
Zudem müssen Bewilligungs- und Bauverfahren im Unternehmensbereich einfacher und schneller ablaufen.

Dies schafft einen wirklichen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem ruinösen kantonalen Steuersenkungswettbewerb.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP vor 4 Tagen Verstoss melden
Hallo Marcel Gygax

Ich stimme Dir zu deinen Punkten zu. Betreffend den Steuern erlebe ich dies insbesondere bei den KMU anders. Aus meiner Sicht sollten die KMU gefördert und unterstützt werden.

Beispielsweise in der Finanzierung von Nachfolgeregelungen sind die "hohen" Steuern wirklich eine grosse Belastung und gefährdet die Existenz von wichtigen Kleinbetrieben im Kanton Bern. Ein weiteres Beispiel ist, dass eine Kapital für ein Wachstum und die Vorfinanzierung von neuen Arbeitsplätzen als KMU nur schwer aufgebaut werden kann. Aus meiner Sicht sollten mindesten für solche Fällen ein EINFACHES Steuererleichterungsinstrument geschaffen werden, der heutige Prozess über die Verwaltung ist wirklich ein Spiessrutenlauf.

Wir sollten wirklich nicht einem "zerstörerischen" Steuerwettbewerb verfallen, doch sollten wir Konkurrenzfähig bleiben oder werden.

Aber das ist ja das Schöne als Miliz-Politiker; man profitiert von anderen Erfahrungen und kann die Ideen in der Diskussion schärfen ...
Markus Binggeli - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen vor 4 Tagen Verstoss melden
@Markus Binggeli

Bei der Finanzierung von Nachfolgeregelungen bin ich mit dir einverstanden.
Hier zeigt sich in der Praxis wirklich ein aufwändiges und teures Verfahren.

Sicher wäre auch eine administrative Erleichterung bei den Mehrwertsteuerabrechungen drin.

Aber du weisst ja wie es ist.

Die Schweizer stehen Veränderungen vielmals kritisch gegenüber und jeder versucht seine Interessen um jeden Preis zu verteidigen.

Daher geht es nur mit sehr viel Beharrungsvermögen und in kleinen Schritten vorwärts.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP vor 2 Tagen Verstoss melden
@Marcel Gygax

Das mit den Steuernomaden kann ich so nicht stehen lassen. Wenn ich von Steuersenkung rede, gehe ich nicht davon aus, bei den günstigsten zu sein, sondern der schweizerische Durchschnitt genügt mir. Rosinenpflücker werden so nicht angezogen. Die Steuerbelastung ist nur ein Teil eines Standortentscheid. der Kanton Bern hat viele andere Qualitäten zu bieten. Beim Steuerranking der Kantone auf Rang 23 zu liegen schreckt aber viele ab. Ansonsten kann ich den Voten nur recht geben.
Peter Haudenschild - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen vor 2 Tagen Verstoss melden
@Peter Haudenschild

Sie haben recht, dass der Kanton auch andere Qualitäten hat ausser die Steuern.

Man muss diese nur noch besser verkaufen. Zum Beispiel mit besseren Vermarktung eines Wirtschaftsraums Bern. Die Vermarktung kann auch mit Nachbarkantonen erfolgen und hätte einen noch grösseren Nutzen.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP vor 2 Tagen Verstoss melden
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In Zeiten der Krise wird in der Privatwirtschaft gespart. Leider auch bei den Lehrstellen. Sehr hart trifft dies motivierte Jugendliche, welche nach der Schule den Anschluss an die Berufswelt nicht schaffen.

Arbeitgeber haben nicht nur die Möglichkeit zu wirtschaften, sondern auch Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Dass es an Fachkräften mangelt, liegt nicht zuletzt an zu wenigen Ausbildungsplätzen.
Mit einem Berufsbildungsfonds soll die Grundlage geschaffen werden, dass ein ausreichendes Angebot an Ausbildungsstellen besteht.

Junge Leute mit Ausbildung und Perspektive, kosten schlussendlich weniger als Sozialfälle!
20 Kommentare
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Ein Fond bringt eine Umverteilung aber verbessert die Situation nicht unbedingt. Wer bekommt daraus etwas bezahlt? Was passiert mit Unternehmen die bis anhin schon viele Lehrstellen anbietet?
Viel eher sollen die Unternehmen für neue Lehrstellen steuerlich entschädigt werden!
Elias Maier - kandidiert für Grossrat Bern, jf 21. Januar 2010 Verstoss melden
Erm ein Berufsbildungsfonds hat ja den gleichen Effekt, nämlich Anreize schaffen: Alle Unternehmen zahlen ein (im Verhältnis zu der Angestelltenzahl), und die Lehrstellen werden daraus bezahlt. Damit haben wir einen doppelten Effekt: Diejenigen, die keine oder wenige Lehrstellen anbieten, werden bestraft, und diejenigen, welche viele Lehrlinge haben, belohnt. Also ist das System besser als eine einseitige Steuersenkung, welche ja nur belohnt, nicht?
Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 21. Januar 2010 Verstoss melden
Steuerliche Entlastungen und allgemein tiefe Steuern werden von der Privatwirtschaft bestimmt nicht als Zeichen verstanden, Lehrstellen zu schaffen. Um Lehrstellen zu schaffen muss konkret vorgegangen werden.
Jonas Zürcher - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 21. Januar 2010 Verstoss melden
Steuerliche Entlastungen pro neu geschaffener Lehrstellenplatz wird sehr wohl verstanden. Jedoch ist es nicht fair, eine Bestrafungen und Regulierungen zu haben.
1. "Grössen bedingt" - können Firmen einfacher oder weniger einfach (kostengünstig) Lehrstellen anbieten, KMU werden dabei "bestraft", da es für sie meist schwieriger ist neue Lehrstellenplätze zu schaffen. (Lehrlingsbetreuer pro Kopf ist viel tiefer)
2. "Branchen bedingt" - Jede Branche braucht unterschiedlich viele Lehrstellen, viele Lehrstellen in gewissen Branchen werden gar nicht besetzt obwohl sie frei wären.
3. "Regional beding" - Jede Region braucht unterschiedlich viele Lehrstellen, so werden die ländlichen Unternehmen für die Betriebe in der Stadt bezahlen müssen.
Die Kosten sind viel zu verschieden für einen fairen "Malus".

Geht es nicht primär darum neue Lehrstellen zu schaffen anstatt Modelle zu kreiren, welche erstens nicht wirksam sind und zweitens noch Geld verschwenden (Fonds Betreung, Inflation, etc.). Steuerbegünstigungen sind viel effektiver. Zudem möchte ich erwähnen, dass Otto Inneichen ohne sinnlose Fond Bidlung Lehrstellenplätze gefunden&geschaffen hat. Die Stiftung Speranza ist viel effektiver, kostengünstiger & unterstützungswerter!
Elias Maier - kandidiert für Grossrat Bern, jf 22. Januar 2010 Verstoss melden
Naja, du lieferst die Gegenargumente ja selbst: Mit Steuerentlastungen werden nur grosse, vorwiegend städtische Firmen subventioniert - und sind wir ehrlich: Grosse Firmen spielen schon genug mit Steuern rum.

Berufbildungsfonds kannst du viel flexibler handhaben: Denkbar wäre National (wohl aufgrund der von dir aufgeführten Nachteile insgesamt untauglich), kantonal, regional, nach Branchen geordnet (einige Branchen kennen heute bereits einen nationalen Berufsbildungsfonds, z.B. Maler und Gipser, Elektroinstallateure, WaldarbeiterInnen). Oder eine Mischung aus allem.
Wenn du Speranza national verbindlich einführen möchtest: Gerne! Aber wer soll das dann zahlen? Heute werden ja Gönner herangezogen, das wäre in einem solch grossen Massstab wieder ein Berufsbildungsfonds, da ja quasi alle Unternehmen darin einzahlen müssen, damit es effektiv ist. Und irgendwann gehen auch die Networkenden aus. Und da wäre noch die Tendenz zur Privatisierung der sozialen Sicherheit, aber das ist eine völlig andere Diskussion, die hier nicht hingehört.
Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 22. Januar 2010 Verstoss melden
Nun, Gegenargumente sind dies keine. Steuererleichterungen gehen ja schliesslich nach geschaffenem Arbeitsplatz und unterstützen ländliche KMUs die solche Stellen schaffen, bestraft sie aber nicht!!

Leider ist das Statement grosse Firmen spielen schon genug mit den Steuern rum eine gefährliche Aussage... Gehts nicht um neue Lehrlingsplätze die geschaffen werden und nicht um parteipolitische, ideologische Ziele zu verfolgen? Denn genau dies bringt nichts! Die Fonds Idee national, regional und nach Branchen zu trennen ist schwierig und hat nur hohe Kosten zur Folge und leider keine Lehrstellen Plätze.
Speranza national verbindlich einführen ist von niemandem gewünscht! Ich finde nur die Idee, das eben genau Gönner (Firmen) sich freiwillig engagieren viel besser und auch effektiver als zwangs Bestrafungen. Daher ja, die Diskussion darüber gehört nicht hier hin, weil es gar nicht um diese Einführung geht.

Leider gehen hier mal wieder parteipolitische Anliegen über die Lehrstellen der Jungen, die wirklich dringend notwendig wären! Am besten würden diese mit Steuererleichterungen pro geschaffenem Lehrlingsplatz geschaffen!
Elias Maier - kandidiert für Grossrat Bern, jf 23. Januar 2010 Verstoss melden
Und Steuererleichterungen sind gar keine Parteipolitik des Freisinns? Du entlastest damit ja nur die grossen Firmen, welche viele Lehrstellen anbieten, und auch nur in guten Jahren, und auch noch überproportional, wenn der Gewinn steigt. Haben wir da nichts aus der Finanzkrise gelernt? Ein Berufsbildungsfonds hätte Fixkosten und - Einnahmen zur Folge.
Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 23. Januar 2010 Verstoss melden
Einahmen die keinen wirklichen Anreiz schaffen für Unternehmen und vorallem KMUs bestrafen.
Es geht hier nicht darum, Grossfirmen zu entlasten. Firmen die neue Lehrstellen schaffen, sollen dies von den Steuern abziehen können. Damit generierst du mehr Lehrstellen als mit einem unfairen Malus System (Fonds). Nochmals, es geht um neue Lehrlingsplätze, da sind wir uns glaube ich einig. Dass die Steuerabzüge sinnvoller sind und eigentlich mehr Lehrstellen schaffen würden, genau davor macht ihr einen Halt! Dies weil eure Partei keine Steuererleichterungen generell möchte...
Elias Maier - kandidiert für Grossrat Bern, jf 24. Januar 2010 Verstoss melden
Das ist eine sehr gute Diskussion aber kein Thema, das kantonal geregelt werden kann. Viele Branchen haben schon einen Berufsbildungsfonds, der per Gesamtarbeitsvertrag verpflichtend ist. Zudem werden von kleinen KMU Betrieben ein grossteil der Lehrlinge ausgebildet, was gerne gegenüber den viel gelobten Grossbetrieben vergessen wird.
Um Lehrstellen zu sichern muss die administrative Belastung und Bürokratie auf ein erträgliches Mass zurück geschraubt werden, so dass die kleinen Betriebe, die keine Personalabteilung im hintergrund haben auch wieder bereit sind Lehrlinge auszubilden.
Peter Haudenschild - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen 2. Februar 2010 Verstoss melden
Das sind alles Argumente für einen Berufsbildungsfonds. Genau solche Aufgaben sollen durch einen Fonds vereinfacht werden. Und wenn kleine KMU's schon den grössten Teil der Lehrlinge ausbilden, dann stellt dies ja für kleine KMU nicht wirklich eine Mehrbelastung dar. Im Gegenteil: Grosse Betriebe werden in die Pflicht genommen und müssen ihre Verantwortung wahr nehmen.
Und wieso soll man das nicht Kantonal regeln?

Und noch zur Steuererleichterung von Herr Maier: Wenn wir etwas schaffen wollen, müssen wir auch etwas investieren. Dieser Fonds soll nicht nur eine Finanzschieberei sein. Dahinter soll ein Wille stehen, neues zu schaffen und die Berufsbildung zu stärken.
Jonas Zürcher - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 2. Februar 2010 Verstoss melden
Ich finde die Idee auch nicht schlecht, problematisch wird es nur, weil die bestehenden Bildungfonds der Branchen national geregelt sind. Kleinunstunternehmungen werden so doppelt belastet, weil sie gar nicht mehr in der Lage sind Lehrlinge auszubilden. Wie gesagt, ich finde die Diskussion und auch die Idee interessant, es sind aber nicht immer nur die Finanzen, die Unternehmungen hindern Lehrlinge auszubilden. Anreiz schaffen, könnte ich mich überreden lassen aber nur in zusammenhang mit Entlasung in der Bürokratie.
Peter Haudenschild - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen 2. Februar 2010 Verstoss melden
Er soll ja für etwas gut sein. Eine Vereinfachung könnte ich mir gut vorstellen. Eine Fachstelle die Ausbildenden hilft zum Beispiel.
Jonas Zürcher - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 2. Februar 2010 Verstoss melden
Liebe JUSOs
Eure Absichten sind zwar lobenswert. Leider habt Ihr Euch aber nicht gut informiert. Berufsbildungsfonds können zu einer Umverteilungsgerechtigkeit führen. Ok, soweit so gut. Leider generieren Sie aber keine Lehrstellen und fressen ziemlich viel Geld für die Bürokratie. Wenn ihr Wissen wollt, wieso ich das so gut weiss: Lest doch einmal die bekannte Studie des Bildungsökonomen Stefan Wolter. Auch das BBT steht hinter dieser Studie und denen kann man kaum vorwerfen, dass sie die Berufsbildung nicht fördern wollen. Mir übrigens auch nicht, denn ich arbeite am eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung;-) Es gibt andere, besser Mittel, Lehrstellen zu fördern, als Berufsbildungsfonds.
Thomas Brönnimann - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 17. Februar 2010 Verstoss melden
Welche denn? Das würde mich jetzt doch interessieren, was Sie vorhaben, um endlich allen Jugendlichen eine Lehrstelle zu garantieren.
Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 17. Februar 2010 Verstoss melden
Ich würde es sehr schlecht finden allen jugendlichen eine Lehrstelle zu garantieren, denn Wettbewerb hat noch nie geschadet aber das ist ein anderes Thema. Ziel muss es sein Lehrstellen zu fördern und nicht zusätzliche Administrative Barrieren in den Weg legen.
Peter Haudenschild - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen 17. Februar 2010 Verstoss melden
Lieber Dominik Fitze
Sie fragen mich, welche andere Mittel es für die Lehrstellenförderung gibt als Berufsbildungsfonds. Nun viele. Was z.B. die Finanzierung angeht ist eine Finanzierung aus der allgemeinen Bundeskasse effizienter. Die Ausbildenden Betriebe kann man in der Durchführung der überbetrieblichen Kurse unterstützen. Kleine Firmen kann man mittels Ausbildungsverbünden unterstützen. Die Prüfungsexperten werden am EHB, meinem Arbeitsort, ausgebildet. Das Budget des EHB wird ebenfalls aus der allgemeinen Bundeskasse finanziert. Wenn der Lehrstellenmarkt versagt, kann man in den betroffenen Branchen (z.B. Informatik, Gesundheitswesen) schulische Basislehrjahre unterstützen oder sogar Berufsmittelschulen gründen. Berufsbildungsfonds haben aber ein ganz anderes Branchenkonzept. Obwohl nahezu erwiesen ist, dass mit Berufsbildungsfonds kaum zusätzliche Lehrstellen entstehen, erfreuen sie sich auf kantonaler Ebene einer grossen politischen Beliebtheit und finden in Volksabstimmungen oft eine Mehrheit. Es lebe der Föderalismus....
Ein viel grösseres Problem als zuwenig Lehrstellen sind die vielen Lehrstellenabbrüche. Aber auch hier ist das BBT mit dem Case Management Konzept daran, diesem grossen Problem Abhilfe zu schaffen. Beste Grüsse Thomas B
Thomas Brönnimann - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 17. Februar 2010 Verstoss melden
@Haudenschild: Ui, das finde ich jetzt gefährlich. Wahrscheinlich rutschen diese Jugendliche dann in die Sozialhilfe ab, die von Ihrer Partei gekürzt wird...

@Brönnimann: Zugegeben, das klingt sehr interessant, und wer bezahlt das? :)
Dominik Fitze - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 18. Februar 2010 Verstoss melden
Es gibt einfach Jugendliche, die sind noch nicht bereit für eine Lehre, eine Lehrstelle zu garantieren würde zu sehr vielen Lehrabbrüchen führen (es sind schon zu viele). Es gibt Jugendliche, die müssen leider noch einen Umweg über ein 10 Schuljahr gehen oder sich vielleicht auch noch mal überlegen, ob sie die Berufswahl noch einmal überdenken müssen. Ich habe es bewusst nicht erläutert, da es ein anderes Thema ist. Das mag streng tönen, ich weis aber wovon ich rede, ich habe selber schon über 20 Lehrlinge ausgebildet und bin zudem auch Experte bei den Lehrabschlussprüfungen. Übrigens Lehrstellensicherung und Förderung von Lehrstellen ist eines meiner Kernanliegen, da sind wir gleichgesinnt, wenn auch der Weg nicht der gleiche ist.
Peter Haudenschild - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen 18. Februar 2010 Verstoss melden
Also, ihr Experten. Was sagt ihr dazu, dass die WIFAG (die kennt ihr ja sicher) 2010 keinen einzigen Lehrling mehr ausbildet? Und was sagt ihr dazu, wenn Styner + Bienz 2010 nur noch die Hälfte ausbilden will?
Dass es so weit kommt, liegt daran, dass eben die Ausbildung auf wackligen Beinen steht. Geht es der Wirtschaft gut, brauchen wir Fachkräfte, geht es ihr schlecht, wird bei der Ausbildung gespart.
Bitte begreift doch: Die Zukunft liegt in der Jugend! Mit einem Berufsbildungsfonds könnte man solche Wirtschaftslücken schliessen.
Es wird die Zeit kommen, in der wir wieder Fachkräfte brauchen. Wollt ihr dann wider Fachkräfte aus Deutschland importieren und euch danach über die Germanisierung aufregen?
Jonas Zürcher - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 18. Februar 2010 Verstoss melden
Ps: Hört auf, euch so billig zu profilieren. Wenn jemand mehr über euch wissen will, kann man auf euer Profil klicken.
Jonas Zürcher - kandidiert für Grossrat Bern, JUSO 18. Februar 2010 Verstoss melden
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Als erster Punkt muss die Einspeisevergütung kostendeckend für die Produktion von Biomassestrom sein. Dies motiviert die Bauern, diesen zu produzieren und erhöht die Versorgung.

Zweitens müssen sich die Spitäler zu Gesundheitszentren zusammen schliessen und Synergien nutzen, um Kosten zu sparen. Dies senkt die Gesundheitskosten des Kantons.

Drittens muss HarmoS und der Lehrplan 21 weiter umgesetzt werden, da eine einheitliche Bildungspolitik, Kosten z.B. in der Beschaffung von Lehrmitteln senkt. Zudem ist der Wissensstand der Schüler gleich und es kann besser auf die Grundbildung aufgebaut werden.

Für diese und weitere Punkte in Umwelt, Gesundheit und Bildung werde ich mich, als Grossratskandidat der Jungen CVP Stadt Bern, im Kanton Bern einsetzen.
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Hat der Freisinn keine Meinung und ist Strategielos? Nein, wir als Freisinnige überlegen zuerst und handeln danach. Das dies nicht die gleiche Medienpräsenz zur Folge hat wie Populismus ist klar.

So stehe ich für eine zukunftsorientierte Bildungspolitik und eine nachhaltige Umweltpolitik ein, welche die Schweizer Wirtschaft stärkt.

Bildung und die KMUs - unser Wirtschaftsmotor! Ich verbessere unseren Bildungsstandort, die Rahmenbedingungen für unsere KMU und sichere damit Arbeitsplätze.
Das heisst:
– Eine starke Berufsbildung für unseren Wirtschaftsmotor die KMUs
– Leistungsorientierte Volksschule unter Wahrung der Chancengleichheit
– Bessere steuerliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Unternehmen
– Stärkung von Natur- und Ingenieurwissen- schaften im universitären Kontext

Lebensqualität, Sicherheit, Freiheit!
Ich setze mich für mehr Rechtssicherheit und eine bessere Lebensqualität ein.
Das heisst:
– Generationenverträgliche Reform der Altersvorsorge und des Gesundheitssystems
– Mehr Sicherheit durch sichtbare Polizeipräsenz – Ein nachhaltige Umweltpolitik, damit auch unsere Kinder den Schnee auf den Bergen
noch sehen können
4 Kommentare
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Eine nachhaltige Umweltpolitik und die FDP- habt ihr plötzlich erkannt, dass man nicht immer nur auf Kosten der Umwelt, Wirtschaftspolitik betreiben kann?

Das wäre ja ein Wandel vom Saulus zum Paulus.

Es interessiert mich, wie sie das machen wollen, ohne die Wirtschaft in die Pflicht zu nehmen. Ich möchte gerne konkret e Vorschläge hören.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 19. Januar 2010 Verstoss melden
:-) von Saulus zum Paulus - sehr schön formuliert.

Nun ja, man muss lediglich das Wort liberal richtig auslegen, dann merkt man auch, dass die Umweltpolitik durchaus ein liberales Thema ist. Überall dort wo Marktversagen vorherrscht - und dies ist insbesondere bei negativen Externalitäten der Fall - ist es durchaus legitim, dass der Staat regulierend eingreift.

Da ich leider nur kurz Zeit habe - nur einen kurzen Überblick, über mögliche Ansatzpunkte:

- Anpassung der Treibstoffbesteuerung - Einerseits bevorzugte steuerliche Behandlung für biologische Treibstoffe und andererseits höhere Besteuerung bspw. von Bleifrei

- Steigerung der Energieeffizienz in Raumwärme - Erweiterung der Unterstützung aus dem CO2-Fonds bei der Sanierung von Altbauten. Strengere Auflagen für Neubauten.

- Förderung in der Ausbildung - Forschungsrahmenbedingungen für Ingenieure verbessern.

Dies sind nur einige Vorschläge, der Katalog kann durchaus erweitert werden. Ich denke insbesondere auch im industriellen Kontext müsste, dass grundlegende System der Lenkungsabgabe und insbesondere des Zertifikatshandel überdenkt werden.
Minder Patrick - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen 20. Januar 2010 Verstoss melden
Darf ich das bemerkenswerte Zitat noch einmal wiederholen, weil es so schön tönt: «Überall dort wo Marktversagen vorherrscht - und dies ist insbesondere bei negativen Externalitäten der Fall - ist es durchaus legitim, dass der Staat regulierend eingreift.»

Etwas verklausuliert, aber immerhin höre ich hier aus liberaler Weniger-Staat-FDP-Tastatur, dass der Markt offenbar doch nicht alles zu regeln im Stande ist.

Und dann kommts noch dicker: höhere Besteuerung von Bleifrei. Strengere Auflagen für Neubauten... Wenn Sie da nur nicht geteert und gefedert werden.

Auch wenn es strategisch verwerflich ist, aber ich muss mir also eine Stimme nach Steffisburg überlegen.

Dumm nur, dass wir im Grossrat zu den Treibstoffzöllen nichts zu sagen haben, sonst würde ich, falls wir denn beide gewählt würden, sofort fraktionsübergreifend zustimmen.
Hannes Zaugg-Graf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 15. Februar 2010 Verstoss melden
Die AHV wird eines der grössten Probleme sein, das die kommende Politkergeneration zu lösen hat.

Bei der Bildung pflichte ich bei - insbesondere bei der Berufsbildung -wir müssen unser einzigartiges duales Berufsbildungssystem fördern und stärken!
Cyrill Gerber - kandidiert für Grossrat Bern, SVP 16. Februar 2010 Verstoss melden
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Der Kanton Bern hat viel zu viele Spitäler mit zu vielen Leistungen. Es reicht nicht, wenn Herr Perrenoud zur Erstellung der Spitalliste das Telefonbuch abschreibt und regionale Notfallzentren schliesst.

Im Gegenteil: Es braucht regionale Notfallzentren, um die Transportwege klein zu halten. Aber es braucht nicht 20 oder 50 Spitäler, die ein Kreuzband operieren können!

Spitäler sollen sich spezialisieren, Kompetenzzentren aufbauen und regional kooperieren. Nur noch gewisse Leistungen werden vom Kanton "eingekauft".

Vom Zuschauen alleine kriegen wir unsere Gesundheitskosten nicht in den Griff!
7 Kommentare
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Mit der Konzentration von notwendigen Leistungen, auf einige Gesundheitszentren, bin ich voll einverstanden.

Die Bevölkerung kann nicht immer mehr Leistungserbringer verlangen und gleichzeitig erwarten, dass die Kosten gleich bleiben oder sinken.

Hier braucht es eine Gesundheitsreform, die zu mehr Qualität als Quantität und zu einer Spezialisierung der Spitäler, auf gewisse Gebiete der Gesundheitsversorgung ausgerichtet ist.
Ausser dem müssen die Spitäler Aufgaben untereinander aufteilen und somit kostengünstiger erbringen.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 20. Januar 2010 Verstoss melden
Leider habe ich in den letzen 4 Jahren seitens Regierungsrat Perenoud wenig in diese Richtung gespürt!
Aus diesem Grund Sylvain Astier wählen, er setzt sich für dieses Anliegen ein!
Die Kosten müssen mindestens auf den Schweizerischen Durchschnitt sinken!
Elias Maier - kandidiert für Grossrat Bern, jf 21. Januar 2010 Verstoss melden
Hierzu will ich anmerken, dass es für die Ressourcenübersicht und -zuteilung bereits eine sehr gute elektronische Infrastruktur vom Koordinierten Sanitätsdienst gibt, namentlich IES (http://www.lba.admin.ch/internet/lba/de/home/themen/sanit/koordinierter0/iesvisualisiert.html). Es stellt also kein Problem dar, die von Jan Flückiger vorgeschlagene Spezialisierung und Zentralisierung effizient umzusetzen, wo sinnvoll sogar über die Kantonsgrenzen hinaus. Ich finde es auch wichtig, im Gesundheitswesen auf Qualität zu bauen und schliesse mich somit Jans und Herrn Gygax Meinung an.
Denis Simonet - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 27. Januar 2010 Verstoss melden
Die ganze Spitalpolitik muss auch interkantonal koordiniert werden (siehe Spitaldichte entlang Jula-Südfuss und angrenzenden Gebieten). Dazu darf man die Stellung des Inselspitals nicht vergessen, sonst haben wir plötzlich kein Uni-Spital mehr (Einzugsgebiet von 2 Mio Menschen erforderlich). Die Dichte der Spitäler in der Stadt Bern und Umgebung ist unglaublich!
Urs Pfister - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 12. Februar 2010 Verstoss melden
Diese Stossrichtung muss unbedingt unterstützt werden. Dazu braucht es aber nicht einfach einen neuen Regierungsrat. Der wird nämlich aufgrund unseres politischen Systems genauso wenig machen wie alle bisherigen. Und auch die Grossräte, die ja nach vier Jahren wiedergewählt werden wollen, werden Spitalschliessungen und Spezialisierungen nur dann befürworten, wenn sie weit weg von ihrem eigenen Wahlkreis sind.

Ich stimme Jan Flückiger vollkommen zu, dass wir ein genügend dichtes Netz für Notfälle haben müssen und die Routineeingriffe wirklich verteilen und "spezialisieren" müssten, aber gleichzeitig braucht es den Rückgrat und die Überzeugungskraft von sämtlichen Politikern und Parteien, der Bevölkerung die Fakten klar aufzuzeigen und nicht immer weismachen zu wollen, man könne den Fünfer und das Brötchen und obendrauf noch den Kuss der Bäckersfrau kriegen.
Hannes Zaugg-Graf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 18. Februar 2010 Verstoss melden
Mir schweben eine Art von Gesundheitszentren mit Notfallbetreuung pro ländlicher Region vor, gekoppelt mit Präventionsdienstleistungen, Therapie etc., alles zur Behandlung für häufig vorkommende Gebresten. Spezielle und schwierige - und somit tuere Behandlungen und Operationen - würden dann in wenige überregionale Spital-Zentren verlegt. Der verständliche Widerstand gegen Spitalschliessungen rührt doch daher, dass die ländlichen Gebiete zunehmend Infrastrukturen verlieren, die ihnen ermöglichen, im Tal zu bleiben, dort ihre Kranken zu besuchen und sich behandeln zu lassen. Nicht jedes Täli braucht ein technisch auf dem neuesten Stand stehendes Vollfunktionsspitäli, aber ein Gesundheitszentrum mit Basisangeboten.
Julia Stiefel - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 23. Februar 2010 Verstoss melden
Wahrscheinlich könnten das noch viele unterschreiben, nur wenn wir dann die Basis zu definieren versuchen, werden dann die Unterschiede klar. Gehört der Blinddarm dazu? Der Kaiserschnitt? Die Arthroskopie? Die MRI? Definieren wir das über die Anzahl Tage Spitalaufenthalt?

Als Diskussionsgrundlage sich ein guter Anfang, aber wir brauchen genügend Leute, welche vernünftig, grossräumig und langfristig solche Probleme angehen können. Also sucht diese in euren Gegenden und helft mit, dass diese auch nach Bern kommen :-)
Hannes Zaugg-Graf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 23. Februar 2010 Verstoss melden
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Die Verwaltung ist völlig aufgebläht. Mit jeder neuen Aufgabe werden neue Stellen geschaffen. Verschwinden tun dabei praktisch keine.

Gleichzeitig werden immer mehr Aufträge extern vergeben und von Verwaltungsangestellten "kontrolliert".

Jeder kennt Beispiele von kantonalen Angestellten, die zu wenig zu tun haben, die ineffizient arbeiten und Däumchen drehen. Noch viel stossender ist die grosse Anzahl von ehemaligen Kadern, die man nicht entlassen kann und die irgendwo ihre vergoldete Zeit absitzen.

Da hilft nur eine regelmässige Aufgabenüberprüfung. Wer nicht auf einer A4-Seite darlegen kann, was er macht und wieso es ihn braucht, gehört entlassen - ohne goldenen Fallschirm.
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Das Parlament, der Grossrat, hat die Fäden in der Hand. Für jedes neue Gesetz braucht es eine Verordnung und neue Mitarbeiter für deren Umsetzung. Solange die Strategischen Aufgabenüberprüfungen nur die Verwaltung beleuchten und nicht die Flut an Gesetzen, Verordnungen und Reglementen, ändert sich nichts. Dieser Dschungel muss gelichtet werden.
Christian Straumann - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 21. Januar 2010 Verstoss melden
Es braucht auch eine gute Kommunikation und Koordination unter den Ämtern. Ich bin überzeugt, dass viele externe Aufträge vermieden würden, wenn man amtsübergreifende Ressourcen effizient einbinden könnte. Beim Bund weiss ich, dass externe Aufträge vergeben werden, weil die entsprechende Dienstleistung, die ein anderes Amt erbringen müsste, so mieserabel ist, dass es keinen anderen Ausweg gibt. Es reicht somit offensichtlich nicht, die Schuld ausschliesslich bei einzelnen Angestellten zu suchen.
Denis Simonet - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 27. Januar 2010 Verstoss melden
Jammern auf hohem Niveau

Glaubt man der Wahlpropaganda, ist unser Kanton in einem desolaten Zustand. Es gibt einiges, das tatsächlich verbessert werden kann: beispielsweise das Steuerrecht, die Wirtschaftsförderung oder das Gesundheitswesen. Allerdings ist das mit Abstand populärste Thema auch in diesem Wahlkampf unsere angeblich so träge und ineffiziente Verwaltung. Anscheinend verlassen sich einige Kandidierende darauf, mit diesem uninspirierten Thema Stimmen zu gewinnen.

Hinderungsgrund für effizientere Verwaltungsabläufe sind nicht in erster Linie die Mitarbeitenden. Viel mehr ist es die Flut der zum Teil unausgereiften Anträge und Vorstösse, die sich hemmend auf die Verwaltungsgeschäfte auswirkt. Da die Politikerinnen und Politiker bekanntlich für diese Flut verantwortlich sind, ist die Kritik an den Verwaltungsmitarbeitenden wohl eher als Ablenkungsmanöver zu verstehen.

Die sehr gehässigen Voten sind also deplatziert und haben mit konstruktiver Kritik wenig zu tun. Wer keine Ideen hat und nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist, geht mit diesem Thema auf Stimmenfang. Das Interessante an der ganzen Geschichte ist: Nach der Wahl können sich eben diese Politikerinnen und Politiker darauf verlassen, dass die kurz zuvor noch aufs heftigste kritisierte Verwaltung dennoch ihre Dienstleistungen in gewohnter Qualität für sie erbringt. Jammern auf hohem Niveau mag legitim sein; Jammern und Mäkeln aus Eigennutz sind dagegen mehr als fragwürdig.
Andreas Oehler - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen 2. Februar 2010 Verstoss melden
Ich halte die berner Verwaltung auch für aufgebläht... UBS- like...

Dass in diesen Gefilden etwas geschehen muss ist klar, doch könnte ich mir auch vorstellen, dass es nicht sehr einfach sein wird sich in dem Chaos zurecht zu finden, resp, man eine sehr scharfe Machete braucht, um sich durch das Unterholz zu kämpfen.

Aber ganz klar: Wer nur da ist, damit er nicht zu Hause sein muss, der gehört ans RAV verwiesen.
Es heisst ja: Regionales Arbeits VERMITTLUNGS Zentrum...

Soll dieses Amt doch den Mitarbeitern der goldenen Sesseln mal Arbeit zuweisen.

In der Privatwirtschaft sucht ein guter Arbeitnehmer schliesslich auch Arbeit und nicht einen Job.
Resp. der Arbeitgeber bezahlt fürs Arbeiten und nicht fürs "um 7.30 Uhr kommen"...

Kurz: Wer das geforderte A4 Blatt nicht bringen kann gehört entlassen. Wer es bringen kann, gehört überprüft.
Somit benötigen wir gute Guides und Förster, die den Dschungel abholzen und wieder etwas Sonnenlicht in die Verwaltung bringen.
Roger Mellert - kandidiert für Grossrat Bern, BDP 5. Februar 2010 Verstoss melden
Meines Erachtens ein GROSSES Problem der Verwaltung: Die schlechte Koordination!

Wer kennt sie nicht, diese Fälle, wo eine an und für sich einfache Angelegenheit von einem Amt ins andere verschoben wird: Jedes Amt bezeichnet sich nur für einen Teilbereich als zuständig - und die Sicht für's Ganze geht völlig verloren!

Oft kommt mir dabei das schöne Lied von Mani Matter in den Sinn: "Är isch vom Amt ufvote gsy..." - um sich danach im Ämterdschungel zu verlieren...
Rolf Tschan - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 1. März 2010 Verstoss melden
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Kindergärtnerinnen brauchen die Matur, Pflegerinnen müssen studieren, alles wird akademisiert. Dabei geht vergessen: Unser grosse Trumpf ist die Berufsbildung.

Die Berufslehre bietet eine praxisnahe Ausbildung und ist eine Erfolgsgeschichte. Das Ziel, auf Teufel komm raus die Maturitätsquoten zu erhöhen, ist völlig verfehlt. (Arbeitslose) Akademiker haben wir genug. Ok, wir brauchen mehr Ingenieure und Naturwissenschaftlerinnen, aber nicht mehr Germanistinnen und Ethnologen.

Hingegen fallen immer mehr Leute aus dem Raster, weil sie zwar gerne Kinder betreuen oder Kranke pflegen würden, dafür aber plötzlich eine Matur oder gar ein Studium brauchen. Diese Entwicklung ist völlig verfehlt!

Last but not least: Verabschieden wir uns von der Ideologie, wir könnten alle Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur neunten Klasse in den selben Topf werfen. Unterschiedliche Talente müssen unterschiedlich gefördert werden.

11 Kommentare
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Sensationeller Beitrag:

Alles *muss* reformiert werden.
zB. Bei unserem neuen Berufsbild (Fotofachmann/frau) sind die Qualifikationsverfahren (sprich LAP = auch so eine Reform*) um 300% teurer geworden, nur weil man(n) auf teufel komm raus *reformieren * muss.
Gibt es noch normale Menschen, oder bin ich ein Neandertaler

Liebe Grüsse

Urs Semling
Urs Semling - kandidiert für Grossrat Bern, SVP 25. Januar 2010 Verstoss melden
Ich pflichte dem bei. Es müssen bedarfsgerechte Ausbildungen gemacht. Auch der Beruf und die Berufswünsche muss sich nach Angebot und Nachfrage richten. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass auch eine LAP eine gute Sache ist und man daraus jederzeit mehr machen will. Man muss den jungen Leuten die Möglichkeiten bloss aufzeigen.
Renate Mäder - kandidiert für Grossrat Bern, SVP 25. Januar 2010 Verstoss melden
Ganz generell finde ich, dass die Matur überbewertet wird. Das Bestehen bedeutet keinesfalls, dass man besonders klug, talentiert oder brauchbar ist. Andersrum bedeutet das Nichtbestehen bzw. das nicht Absolvieren der Matur auch nicht, dass man weniger intelligent, brauchbar oder talentiert ist. Sie stellt also meiner Meinung nach auch kein absolutes Qualifikationskriterium dar. Es ist somit eine Fehlannahme, wenn man behauptet, dass die Qualität der Pflegefachkräften zunimmt, wenn man die Ausbildung an die Matur als Kriterium knöpft. Viel mehr muss die Praxisorientierung eines Berufs für die Wahl der Ausbildungsart ausschlaggebend sein. Da Pflegeberufe per Definition praxisorientiert sind, ist es Schwachsinn, daraus ein Studium zu machen.

Das absolute Schulnotensystem macht aus analogen Gründen für mich auch keinen Sinn, Wie Jan schon gesagt hat, müssen unterschiedliche Talente individuell gefördert werden. Nur: Wie gibt man in einem solchen System den Schülerinnen und Schülern Feedback, ob ihre Leistungen gut oder verbesserungswürdig sind? Anhand welcher Kriterien sollte jemand bewertet werden?
Denis Simonet - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 27. Januar 2010 Verstoss melden
Volksschule:
Wir müssen endlich mit dem Kantönligeist aufhören und eine national einheitliche Volksschule von der 1. bis zur 9. Klasse anbieten.
Meine Mutter ist gerne umgezogen. 12 Mal habe ich die Schule und vorallem das Schulsystem gewechselt. 12 Mal musste ich in einigen Fächern ein Jahr oder mehr aufholen und in anderen konnte ich mich zurücklehnen...
Dies hat auch dazu geführt, dass ich ohne Probleme hätte die Leistungen für einen freien Übertritt an ein Gymnasium erbringen können, es mich aber wortwörtlich anschiss, wieder in einigen Bereichen Volgas zu geben. Was passiert, ich war ohne Mühe immer auf der höchsten Schulstufe, aber da nur Durchschnitt.... Ich habe ab der 7. Klasse glaube ich ein mal gelernt... Für eine Prüfung die mich wirklich interessierte...

Berufsbildung:
Die Berufsbildungen und die Gesetze über die Anerkennung der Ausbildungsgänge sind so schlecht gar nicht. Ich sehe da das grösste Problem darin, dass man unbedingt alle notwendige Praxis in 3 oder 4 Jahre zwängen will. Viele meiner Generation fühlten sich zu Lehrzeiten absolut überfordert. Eine Ansatzmöglichkeit ist die, dass man evt. mehr der heutigen Grundlagentheorie in die Berufsmaturitätslehrgänge einbinden kann. Problemantisch daran wäre natürlich ein theoretisch sinkendes Berufsniveau, doch könnte man in den wirklichen Grundlagen mehr Zeit investieren und so das Grundniveau heben, anstatt alles knapp angesprochen zu haben und mit 4.0 durch die Prüfung gerutscht zu sein. Denn wer wirklich am Ball bleiben will, muss nach seiner Lehre sowieso weitere Bildungsangebote nutzen. Somit wäare also das Niveau als Ganzes sogar ansteigend.

Matura:
Die Matura für soviele Ausbildungen finde ich unnötig.
Wer merkt, dass diese im Verlauf des Berufsleben nötig werden wird, oder wie ich sogar eine komplett- Neuorientierung vollzieht, der kann diese zu jedem Zeitpunkt berufsbegleitend (mit Einkommen!!!) nachholen. Dass dies kein Zucherschlecken ist versteht sich von selbst, doch wie oben beschrieben ist es heutzutage mit einer Lehre alleine nicht mehr getan. Was man danach macht, ob eine Weiterbildung, BMS oder gar Matura und Studium, das zeigt sich jedem recht schnell auf.

Studium:
Persönlich möchte ich Rechtswissenschaften studieren.
Braucht es dafür eine Matura? Ja unbedingt! Denn das Recht sind die Verhaltensregeln der Bevölkerung, und diese sollten nur von wirklich gut Grundgebildeten Menschen ausgelegt werden, die auch ein sehr breites Algemeinwissen haben. Dies bietet die Matrura.
Ob man für das Studium von anderen Fachrichtungen, gerade Sprachen etc. diese Matura auch braucht, bin ich mir nicht so sicher. Schliesslich könnten von mir aus gesehen mehre Universitätslehrgänge auch den BMS Absolventen offen stehen. Diese haben aber bisher nur zur Fachhochschule freien Zutritt und müssen für die Uni noch die sogenannte 1 Järige Pasarelle machen.

Arbeitslose:
Es ist allen bekannt dass man schneller arbeitslos wird, wenn man schlcht ausgebildet ist und schneller wieder einen Job findet wenn man gut ausgebildet ist. Die Dauer der Arbeitslosigkeit der Akademiker ist meist kürzer als jene der "Normalen" Arbeitslosen. Doch wo kämen wir hin, wenn wir die Praktiker, diejenigen die wirklich anpacken und nicht nur denken und schreiben, wenn wir diese nicht auch aktiv für einen Wiedereinstieg fördern? Wir würden zu einer Nation von Denkern die aber selber nicht mehr den Geschirrspüler starten kann.
Die heutigen Programme zur Wiedereingliederung der Arbeitslosen sind nicht für die Katz, aber auch eben nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Ich war bereits arbeitslos, und habe an zwei Massnahmen teilgenommen. Eine war schlicht Zeitverschwendung und die andere nur indirekt hilfreich. Also auch da gibt es viel zu tun...
Roger Mellert - kandidiert für Grossrat Bern, BDP 3. Februar 2010 Verstoss melden
Die LAP ist die Basis des Erfolges der Schweizer Wirtschaft. Darauf aufbauend kann immer noch ein Studium gesetzt werden. Aber wenn Jugendliche sehen, wie man als "Banker" kassieren kann, wird die LAP unattraktiv. Urs Muntwyler, Grossratskandidat Grüne-Bern Mittelland Nord
Urs Muntwyler - kandidiert für Grossrat Bern, Grüne 3. Februar 2010 Verstoss melden
Ich halte auch nichts von Gleichmacherei, ausserdem sollte die Gesellschaft auch alle Berufe wieder mehr schätzen. Es ist nicht notwendig diese mit einer Akademisierung "quasi als neuen Anstrich" verbessern zu wollen.
Ich schätze eine gute Putzfrau (sorry Raumpflegerin) mehr als einen raffgierigen Manager.
Reto Spinnler - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 10. Februar 2010 Verstoss melden
Stimme Dir absolut zu Jan! Wichtig ist mir aber, dass man die Berufsbildung und die akademische Bildung nicht gegeneinander ausspielt.
Thomas Brönnimann - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 17. Februar 2010 Verstoss melden
Genau. Der richtige Weg ist für mich die verbesserte Anerkennung der Berufsausbildung. Das Problem liegt meines Erachtens in der in unserer Gesellschaft herrschenden Überbewertung des Intellektes gegenüber der "Körperlichkeit", das heisst auch Handarbeit und praktisches Lernen - eine eigentliche Fehlentwicklung, die für viele heutige Misstände verantwortlich ist : Lohnunterschiede, Statusunterschiede, fehlgeleitete Gelder in der Bildung etc.
So lange allerdings in den Parlamenten des Landes Mehrheiten von Akademikern sitzen und entscheiden, wird sich da nicht so schnell etwas ändern.
Julia Stiefel - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 23. Februar 2010 Verstoss melden
Ach, sind Akademiker wirklich weltfremde Politiker? Ich frage mich bloss, warum das Volk einerseits sehr "Wissenschafts-gläubig" ist und doch immer wieder undifferenziert kritisiert. Meiner Ansicht nach liegt der Wurm im Misstrauen gegenüber den denkenden Akademikern von einer breiten Schicht gut gebildeten Nicht-Akademikern.
Für Bildungsfragen wünsche ich mir für die Zukunft ein bisschen mehr Ruhe und Glaubwürdigkeit (weniger Kantöndli-Geist und mehr Konstanz): es muss weiterhin investiert werden, aber die Qualität der veränderten Angebote und Pflichten müsste sich bessern.
Denise Bähler - kandidiert für Grossrat Bern, EVP 24. Februar 2010 Verstoss melden
Nana, so einfach dürfen Sie es sich auch nicht machen. Es geht nicht darum, dass die einen denkenund die andern nicht. Denken tun alle, bloss ist bei den meisten ein FIlter vorgespannt, der bewirkt, dass die eigene Weltsicht die eigentlich richtige ist. Das habe ich damit gemeint.

Das "Volk" als "wissenschafts-gläubig zu bezeichnen, halte ich ebenfalls für verfehlt. Manchmal erscheint mir das effektiv vorhandene Misstrauen fast zu gross. Auf der anderen Seite bekommt der sprichwörtliche, meist vorhandene common sense eigentlich der Schweiz ganz gut .
Julia Stiefel - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 1. März 2010 Verstoss melden
Die Absolventen von Berufslehren sind eine der grossen Vorteile des Schweizer Systems im internationalen Vergleich (wie Herr Rudolf Strahm richtigerweise immer wieder darauf hinweist). Dies wird jetzt ausgehölt: Welcher "intelligente Jugendliche" will sich noch die Finger schmutzig machen, wenn man auf einer Bank "Bonis" in Millionenhöhe kassieren kann? Also gehts mal auf den Gymer - schlimmstenfalls macht man ein Praktikum und geht auf eine FH. Die praktische Basis ist hier nicht mehr dieselbe. - Gleichzeitig macht man die Lehren viel zu kompliziert und bürokratisch (wie Herr Semling beschreibt). In unserer Firma haben wir Lehrlinge um etwas gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu tun, sonst würden wir aufhören. Kommt noch dazu, dass wir keine passenden Lehren haben, da es für unsere neue Branche (Solar) nichts wirklich Passendes gibt.
Urs Muntwyler - kandidiert für Grossrat Bern, Grüne vor 2 Tagen Verstoss melden
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Kirche und Staat sind im Kanton Bern für Schweizer Verhältnisse besonders eng verbandelt. So wird die Beziehung zwischen Kirche und Staat offiziell als “Partnerschaft” bezeichnet und den Landeskirchen wird ein Vorberatungs- und Antragsrecht in den sie betreffenden kantonalen und interkantonalen Angelegenheiten eingeräumt.

Noch viel stossender ist es, dass die Löhne für die Pfarrerinnen und Pfarrer der Landeskirchen (pro Jahr über 70 Millionen Franken!) über das ordentliche Budget des Kantons finanziert werden. Das heisst also, dass auch Personen die keine Kirchensteuern bezahlen (bspw. konfessionsfreie Menschen oder Angehörige andere Religionsgemeinschaften) die Pfarrschaft im Kanton Bern direkt mitfinanzieren.

Für die Löhne der Pfarrerinnen und Pfarrer sollen künftig ausschliesslich die Kirchensteuern verwendet werden. Dies ist verursachergerecht und sichert die Religionsfreiheit.

Aber auch bei der Kirchensteuer gibt es Handlungsbedarf. So gehört die Kirchensteuer für juristische Personen in der heutigen Form abgeschafft. Es darf nicht sein, dass sämtliche Unternehmungen die Landeskirchen zwingend unterstützen müssen, auch wenn deren Inhaber konfessionsfrei sind oder einer anderen Glaubensgemeinschaft angehören.

Auch das Argument, dass die Kirchen viele soziale Dienstleistungen erbringen, rechtfertigt die heutige Steuer- und Finanzierungspraxis nicht. Wenn der Staat diese Dienstleistungen nicht selbst erbringen kann oder will, soll er sie mittels Leistungsverträgen ausschreiben. Nur so können die Steuergelder transparent und effizient eingesetzt werden. (Selbstverständlich können sich dann auch Kirchen für diese Projekte bewerben, die öffentlichen Gelder subventionieren dann aber ausschliesslich deren soziale Tätigkeit und nicht in die Kirche als solche.)
18 Kommentare
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Vollständige Zustimmung! In meinen Augen widerspricht das heutige System der Kirchenfinanzierung der Religionsfreiheit. Wenn die Kirche soziale Dienstleistungen im Auftrag des Kantons erbringen will, soll sie sich dafür bewerben müssen. So wird ausserdem als positiver Nebeneffekt die Qualität gesichert.
Denis Simonet - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 27. Januar 2010 Verstoss melden
Vorweg:
Ich bin Konfessionslos. Warum? Weil ich den christlichen Glauben nicht mit meinem Leben hätte vereinen können. Denn ich habe zu wenig Zeit, um mich um andere zu kümmern, jage dem Geld hinterher und sage deutlich was mir nicht passt. Dies passt so gar nicht mit dem christlichen Bild des Menschen als fürsorglicher, ruhiger, demütigen Teil einer Herde überein, deren Hirte schon für Ihn schauen wird.
Mein Vater ist Priester. Ich respektiere dies, und auch dass man Ihm in denen Messen gebannt zuhört. Ich will also niemanden hier angreifen, sondern nur sachlich und offen darüber (laut) nachdenken. Dabei muss man halt auch etwas in der Geschichte graben, die nicht gerade für die Kirche spricht.


Richtig! Die Kirche ist schon lange keine heilige Kuh mehr. Es ist ein Unternehmen das sich der Seelsorge von gläubigen Menschen verschrieben hat. Eine Art "light- psychiathrie". Nicht falsch verstehen. Psychiather kümmern sich ja auch um das seelische Wohl, nur eben medizinisch.

In alten Zeiten, als die Menschen Gottesfürchtig waren wie niemals danach, glaubten auch alle:
1. Der Papst ist der Vertreter Gottes auf Erden.
2. Könige sind durch Gottes Gnade in Ihrer Position.
3. Europ. Kaiser konnten nur durch den Papst gekrönt werden.


Der erste Punkt ist nach wie vor als allgemeine Meinung/Glauben verbreitet. Wie auch immer. Ein Unternhemen braucht einen Chef, einen CEO.

Der zweite Punkt hatte sich nach der franz. Revolution im 18. und 19. Jahrhundert allmählich in Luft aufgelöst. Denn heute besteht die Meinung: Alle Menschen sind gleich! Egal ob König, Handwerker, Bauer oder Staatsmann.

Der dritte Punkt ging ebenfalls mit der franz. Revolution verloren. Nachdem sich Napoleon Bonaparte selber (in Anwesenheit des Papstes) zum Kaiser der Franzosen krönte, nach und nach wichtige Schlachten verlor und schliesslich zweimal verbannt wurde, verlor auch dieser Titel an Bedeutung.

Fakt ist:
Vom allesbeherrschenden Christentum auf dem europ. Kontinent ist nur ein kleiner und immer weiter schrumpfender Teil übrig geblieben. Man will sich frei entfalten und den Glauben sowie die Religion nicht als Hindernis vor sich haben. Vielen stünde der Glaube aber im Weg. Somit treten Sie aus der Kirche aus, und beanspruchen auch keine Leistungen mehr. Wieso sollen jene dann trotzdem Leistungen bezahlen?

Ich habe es schon in einem anderen Beitrag geschrieben. Wenn Swisscom jedem Schweizer Einwohner ein Mobileabo verrechnen würde, egal ob er bei Orange, Sunrise oder gar nicht telefoniert, man würde einen Aufschrei durch die Schweiz hören...

Die Kirche soll sich, wie jedes andere Unternehmen auch, Ihr Geld erarbeiten! Dafür muss man genug "Kunden" haben und genügend "Aufträge" einholen die Geld einbringen.
Wenn dann das Geld nicht reicht, muss wie überall sonst gespart werden, und genau da hat die Kirche viele Möglichkeiten...

Roger Mellert - kandidiert für Grossrat Bern, BDP 3. Februar 2010 Verstoss melden
Nur kurz zu den Löhnen von Pfarrerinnen und Pfarrern.
Dass diese über das ordentliche Budget gehen, hat einen historischen Ursprung und lässt sich nicht so einfach lösen, wie hier gefordert.
Mirja Zimmermann-Oswald - kandidiert für Grossrätin Bern, EVP 5. Februar 2010 Verstoss melden
Nur weil eine Regelung "historischen Ursprung" hat, rechtfertigt dies noch lange nicht deren Aufrechterhaltung. Sonst hätten wir heute bspw. auch kein Frauenstimmrecht.

Staat und Kirche gehören konsequent getrennt, alles andere verstösst gegen die Religionsfreiheit. Ich als Konfessionsloser respektiere den Glauben anderer Menschen, ich bin aber nicht bereit auch nur einen Rappen dafür auszugeben.
Michael Köpfli - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 5. Februar 2010 Verstoss melden
Kirche und Staat sollen auch in BE getrennt werden, im Detail bin ich aber über den Zustand in Bern nicht informiert.

Ich plädiere für einen fairen und geordneten Rückzug und erinnere daran, dass die Kirche viele Aufgaben übernimmt, für die der Staat nicht zuständig sein kann oder soll z.B. die Unterstützung bei der Trauerarbeit.

Bitte lasst auch die Geschichte ruhen, schauen wir nach Vorne, klar zum Ändern!
Reto Spinnler - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 10. Februar 2010 Verstoss melden
@ Reto Spinnler: Einverstanden.

Übrigens haben die Kirchen schon lange nicht mehr das Monopol in Sachen Trauerarbeit. Die Freidenker bieten bspw. ebenfalls weltliche Trauerrituale an, siehe: http://www.freidenker.ch/index.php?option=com_content&task=view&id=102&Itemid=140
Michael Köpfli - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 13. Februar 2010 Verstoss melden
@ Michael Köpfli: Danke für die Info, natürlich bin ich nicht für Monopole und finde es gut, dass es auch Alternativen gibt für Menschen, die sich von der Kirche getrennt haben... dies obohl oder besser gerade auch weil ich Christ bin.
;-)
Reto Spinnler - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 14. Februar 2010 Verstoss melden
Warum sollte in Bern nicht möglich sein, was Genf und Neuenburg schon seit Längerem praktiziert? Wir SPRECHEN oft von Religionsfreiheit und von der Trennung von Kirche und Staat. Die Realitäten sind jedoch anders: In Bern sind bloss einige auserwählte Kirchen als Staatskirchen anerkannt (reformierte, katholische, christkatholische und - teilweise - jüdische). Die resltichen Glaubensgemeinschaften (auch die vielen Freidenker) werden, so gesehen, klar diskriminiert.
Rolf Tschan - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 28. Februar 2010 Verstoss melden
freidenker.ch finde ich eine super Plattform! Ein Kind kommt als Atheist auf die Welt und wird nur von seinen Eltern zu einem Glauben gebracht. Wenn es verhindert werden könnte, würde das Kind nie zum Glauben stossen. Würde es sich dann besser (freier) entwickeln?
Sulzener Marco - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 7. März 2010 Verstoss melden
Mir sind sie auch sympatisch. Insbesondere hetzen sie nicht gegen bestimmte Religionsgemeinschaften. Das ist heutzutage besonders wertvoll!
Rolf Tschan - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 7. März 2010 Verstoss melden
Das stimmt Freidenker hetzen gegen keine Religionsgemeinschaften ausser gegen Christinnen und Christen. Das finde ich sehr bedenklich und keine Alternative zur wirklichen Religionsfreiheit.
Mirja Zimmermann-Oswald - kandidiert für Grossrätin Bern, EVP 7. März 2010 Verstoss melden
Hetzen gegen Christen? Das wäre mir jetzt aber völlig neu...
Rolf Tschan - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 7. März 2010 Verstoss melden
Liebe Frau Zimmermann

Bitte belegen Sie diesen Vorwurf mit einer konkreten Quelle, wenn Sie das nicht können, ist er haltlos!

Alles was die Freidenker möchten, ist eine vollständige Trennung von Kirche und Staat, das hat nichts mit Hetze gegen das Christentum zu tun, sondern mit Religionsfreiheit.
Michael Köpfli - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 7. März 2010 Verstoss melden
Es mag sein, dass Hetze ein zu starker Begriff ist. Dennoch denke ich, dass es die Freidenker und Freidenkerinnen auf die Anhängerinnen und Anhänger des Christentums, vielleicht auf das Christentum selber, abgesehen haben. Gut möglich, dass das in der Natur der Sache liegt, da in der Schweiz andere Religionen eher eine marginale(re) Rolle spielen.
Nichts wird stehen gelassen, alles kritisiert und angegriffen. Wie so eigentlich? Es gilt doch die Religionsfreiheit, da dürfen sich alle und nicht nur die sogenannt Freidenkenden frei äussern. Nur um wenige Beispiele zu nennen: Interventionen gegen Agentur C-Plakate, „reformiert.“, Katastrophengottesdiensten, Engagement für Eignungstests für gläubige Lehrpersonen etc.
Mirja Zimmermann-Oswald - kandidiert für Grossrätin Bern, EVP 7. März 2010 Verstoss melden
Plakatkampagnen: Welche Plakate wurden schon wieder teilweise verboten, die der Agentur C oder die der Freidenker? Offensichtlich dürfen sich die Freidenker weniger frei äussern als gewisse Religionsgemeinschaften und keineswegs wie von Ihnen behauptet umgekehrt.

reformiert.: Niemand will diese Zeitung verbieten, auch nicht die Freidenker. Es ist aber eine falsch, wenn diese ungebeten in jeden Briefkasten zugestellt wird. Auch das hat etwas mit Gleichbehandlung und Religionsfreiheit zu tun.

Und noch eine Randbemerkung: Ich bezeichne Sie nicht als "sogenannte Christin", dann sollten Sie die Freidenker (und damit auch mich) nicht als "sogenannte Freidenker" bezeichnen, das hat etwas mit Respekt zu tun. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf folgenden Link: http://www.srgd.ch/ueber-uns/ombudsstelle/archiv/beanstandungen-detail/news/2010/01/15/4109-beanstandung-einer-wortwahl-betreffend-der-freidenker-vereinigung-im-wort-zum-sonntag-teilwei/
Michael Köpfli - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 7. März 2010 Verstoss melden
Lieber Herr Köpfli

Mit "sogenannt" Freidenkenden habe ich Sie oder andere Freidenkerinnen und Freidenker nicht beleidigen wollen. Ich habe das so geschrieben, weil ich mich selber auch als Menschen bezeichne, der, "obwohl" christlich, auch frei denkt. Das hat also mit mir und nicht mit der Freidenker-Bewegung zu tun.

In den anderen Punkten werden wir uns höchstwahrscheinlich nicht einig und die Diskussion darüber würde wohl der wichtigen Frage nach Trennung von Kirche und Staat wenig dienen, weshalb ich auf diese Fragen nicht mehr eingehe.
Mirja Zimmermann-Oswald - kandidiert für Grossrätin Bern, EVP 8. März 2010 Verstoss melden
@Mirja Zimmermann-Oswald
Es hat wirklich nichts mit Hetze zu tun, wenn man die Bevorzugung des Christentums bekämpft. Auch ich sympathisiere mit den Freidenkern und finde es super, dass sich eine Organisation mit der Trennung von Staat und Kirche beschäftigt. Religionsfreiheit bedeutet auch Religionsgleichberechtigung. Die "anderen Religionen" zu akzeptieren hat noch lange nichts mit Gleichberechtigung zu tun. Solange nicht alle Religionen genau dieselbe finanzielle Unterstützung erhalten und atheistische Plakate mit "Es gibt keinen Gott" verboten werden, sind wir weit von Freiheit entfernt.

Warum sollte eine Religion behaupten dürfen, es gäbe einen Gott und jemand, der nicht dran glaubt, darf das Gegenteil nicht behaupten? Das ist einfach absurd. Das Christentum darf nicht vom Staat als "die richtige" Religion verkauft werden.
Denis Simonet - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 8. März 2010 Verstoss melden
Ich möchte hier keine Missverständnisse aufkommen lassen: Ich selbst bin KEIN Freidenker. Ich glaube (fest) an (einen) Gott - doch ich halte es so wie viele religiöse Menschen: Ich gebe ihm keinen Namen und ich mache mir kein Bild von ihm. Mir ist klar, dass unser Verstand "zu klein" ist für solche Spielchen. (diese Einstellung sollte eigentlich allen gläubigen Christen bekannt sein, wird sie doch auch in der Bibel mehrmals erwähnt).

Obwohl ich mich also als "religiös" bezeichne, fühle ich mich durch die Kampagnen der Freidenker keineswegs angegriffen! Ganz im Gegenteil: Ich bin froh, dass sich eine Vereinigung für die Gleichberechtigung all jener (ich vermute, dass es sich hier um eine Mehrheit handelt) einsetzt, die ihren Glauben NICHT im Rahmen einer jener wenigen anerkannten Staatskirchen ausleben. (in diesem Sinne ist Atheismus ebenfalls ein Glaube).
Rolf Tschan - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 8. März 2010 Verstoss melden
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Im Gegensatz zum Grossraum Zürich sind wir Berner ein Volk von "Verwaltern". Für einen funktionierenden Arbeitsmarkt sind Betriebe mit einer guten Wertschöpfung äusserst wichtig.
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Und mit welchen Massnahmen soll der Standort Bern für Unternehmen konkret verbessert werden?

Ich mache mal einen Vorschlag: Abschaffung der Kirchensteuer für juristische Personen. Einverstanden?

Wenn nicht, bin ich gespannt alternative Vorschläge!
Michael Köpfli - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 17. Januar 2010 Verstoss melden
Steuererleichterung ist eine Möglichkeit um Unternehmen zu gewinnen, das kann durchaus die Kirchensteuer sein. Es stellen sich dann aber die Frage, die Sie mir beantworten müssen, wer bezahlt dann den Fehlbetrag für die Aufgaben die die Kirche wahrnimmt?
Ausserdem, diese Massnahme kommt allen zugute, insbesondere den bestehenden Betrieben. Es geht aber darum neue Betriebe, insbesondere Produktionsbetriebe, zu holen. Hier ist wichtig, ihnen den Eintritt zu erleichtern, weniger Verwaltungshürden, Gewährung von Kapital zu günstigen Konditionen, Starterleichterungen (zB. Steuernachlass in den ersten Jahren oder Steuerbonus für neu geschaffene Arbeitsplätze), usw.
PS: Die Stellung der Kirche in unserer Gesellschaft ist eine Frage für sich. Nur ganz kurz: Würden wir unsere Herkunft nicht verleugnen und zum Christentum stehen, müssten wir auch keine Angst vor der Islamisierung haben. Sie nehmen bloss was wir Liegen lassen.
Andreas Schneider - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 18. Januar 2010 Verstoss melden
Meiner Meinung nach geht es nicht nur darum neue Betriebe anzulocken, sondern auch die bestehenden zu unterstützen. Gerade der Abbau von Verwaltungshürden oder die Abschaffung der Kirchensteuer für juristische Personen würde sowohl bestehenden, wie auch neuen Unternehmungen zu Gute kommen.

Bei Starterleichterungen kommt es sehr darauf an, wie man diese konkret ausgestaltet, insbesondere dürfen diese den Markt/Wettbewerb nicht verzerren!

Zum PS: Bezüglich Stellung der Kirche habe ich eine ganz andere Ansicht als Sie. Unsere Kultur basiert keineswegs einfach auf dem Christentum, sondern auch - und vor allem - auf der Aufklärung. (Sonst wären Frauen und Homosexuelle nicht gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft, das Konkubinat wäre verboten und an den Schulen würde gelehrt, dass die Erde einige tausend Jahre alt ist und wir von Adam und Eva abstammen.)

Wir brauchen sicher keine Rechristianisierung, sondern eine humanistische (und wissenschaftsorientierte) Weltanschauung und Ethik.
Michael Köpfli - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 19. Januar 2010 Verstoss melden
Die Steuerentlastungen stehen sicher nicht an erster Stelle.

Man muss sich klar sein, dass der Kanton Bern zuerst seine Schuldenlast verringern muss, damit er Steuernachlässe gewähren kann.

Wo es aber noch Handlungsspielraum gibt, ist die bürokratischen Hürden für Unternehmen. Hier setze ich mich für eine Verringerung des Aufwandes der Unternehmen ein.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 20. Januar 2010 Verstoss melden
Die verringerung der bürokratischen Hürden für Unternehmen kann unter anderem durch zweckorientiertes eGovernment erreicht werden. Wenn die Verwaltungen die notwendigen Informationen übersichtlich und transparent in der Webpräsenz zur Verfügung stellen, fallen Telefonate und zeitaufwändige Abklärungen weg - das entlastet auch die Mitarbeiter. Wenn man dann sogar online Formulare ausfüllen und absenden kann, fällt auch der physische Besuch der Verwaltung weg. Beide Parteien sparen Zeit. Ein Webformular kann ausserdem automatisch auf fehlende Informationen hinweisen und interaktive Hilfe bei Unklarheiten anbieten. Solche unkomplizierte Vorgänge sorgen garantiert für Attraktivität.

Bezüglich Kirchensteuer teile ich Michael Köpflis Meinung.

@ Marcel Gygax, wie genau wollen Sie die bürokratischen Hürden minimieren?
Denis Simonet - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 27. Januar 2010 Verstoss melden
Ich habe mit Interesse die obigen Beiträge gelesen und mich versucht in die Situation der angestrebten Veränderungen zu setzen.

Einerseits sind wir eine Gesellschaft von Kapitalisten und von daher sind die finanziellen Voraussetzungen für Unternehmer von höchster Wichtigkeit. Ob wir es zugeben, oder nicht, wir sind geil auf Geld. Die einen mehr, die anderen weniger.
Steuern zu zahlen im Kanton Bern ist kein Vergnügen! Diese sind viel höher als in weiten Bereichen der übrigen Schweiz...
Da komme ich auf das erste Stichwort der vorangegangenen Beiträge.

Verwaltung und deren Gebühren:
Berner sind Verwalter. Das ist so. Fast sämtliche Bundesverwaltungen sind in oder um die Stadt Bern angesiedelt. Einerseits schaffen diese Arbeitsplätze und sind andereseits Vorbild für Kantonale Verwaltungen.
Viele Kantonale Verwaltungen arbeiten ineffizient, haben Personal das nicht benötigt wird, und Arbeitsprozesse die schlicht nur Arbeitsbeschaffung darstellen, um die imense Anzahl von Beamten und Verwaltern auch ja genügen zu beschäftigen. Der Verwaltungswahn geht so weit, dass man jetzt an den Stellen spart wo es langsam prekär wird. Wir brauchen in Bern gut 100 Polizisten mehr. Das ist fakt. Wer wills bezahlen? Niemand. Man habe das Geld nicht.
Doch gleichzeitig fülle auf Ämtern ich Formulare aus, die anschliessend kurz gelsesen, die Angaben überprüft und vor meinen Augen zum Altpapier geworfen werden. Einerseits kostet Papier und Druckerschwärze Geld. Andererseits, wofür ist das Formular denn gut, wenn es eine Lebensdauer von 3 Minuten hat (ich habe es bei einem weiteren Mal mit der Stoppuhr gemessen)?
Ich weiss aus zuverlässigen Quellen, dass einige Formulare die der Kanton scheinbar benötigt ebenfalls eine Lebensdauer von ein paar wenigen Minuten hat und anschliessend die Daten digitalisiert werden und das Formular wieder weggeschmissen wird.
Wenn der Bürger das Formular sowieso ausfüllen muss, soll er es von Anfang an digital tun! Das würde Arbeitsstellen unnötig und Abläufe überflüssig machen.

Kritische Frage: Soll der Kanton Angestellte entlassen, während wir Probleme mit der Arbeistlosigkeit haben?
Ja! Das gesparte Geld kann der Allgemeinheit vielmehr nüztzen als wenn man es einem unnötigen Angestellten auszahlt.

Nun haben wir also eine Idee zur Kostensenkung in der Verwaltung besprochen. Dies ist noch nicht perfekt, aber doch ein Ansatz. Wenn die Migros Ihre Preise auf den Produkten abschafft um damit kosten zu sparen, dann wollen die Konsumenten das spüren.
Bei uns im Kanton sollte dies auch so sein. Kosten gesenkt in der Verwaltung, können folgende zwei Ergenbnisse mit sich bringen:
1. Man senkt die Steuern für alle
2. Man besorgt sich nun die 100 Polizisten...

Kirchensteuer für juristische Personen:
Das halte ich echt für einen Witz wenn nicht gar Frechheit.
Woran glaubt denn z.B. die Swisscom AG? Die Aktien glauben wohl eher an den Kapitalismus und den Börsenhandel, doch sicher nicht an Christus, Buddha, Allah, etc. Dass wir von einer Unternehmung grundsätzlich Steuern fordern, für etwas dass die Papiere nie nutzen werden, ist schon fast krank.
Es wäre so also ob Swisscom allen Schweizern ein Mobilabo verrechnet, obwohl diese evt. bei Orange, Sunrise oder gar noch analog sind. Wer will schon etwas bezahlen was er nicht braucht. Und ein Unternehmen braucht sicherlich keinen seelischen Beistand oder gar die Absolution... Dafür ist die zu sehr dem Kapitalismus verfallen.

Zonenplanung:
Heute kann jeder gegen ein Bauvorhaben einspruch einlegen. Dies hat gute Seiten, aber auch absolut schlechte.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass z.B. die Katholische Kirche keine Freimaurerloge als Nachbarn will. Diese historischen Zwiespalten, hindern somit einen Bauherren daran Geld in eine Gegend zu bringen. Dass sich aber Freimaurer und kath. Kirche seit Jahrhunderten nichts böses tun spielt keine Rolle.
Es gibt Unternehmen die ich auch nicht mit einem Jubelschrei empfangen würde. Doch selbst wenn dies neben meinem Schlafzimmer ein Gebäude errichten wollen, sollten Einsprachen auf Sachlicher Ebene erfolgen,und nicht weil man das Logo der Fa. nicht mag.
Dann bestimmen wir weiter regelmässig, wie die Zonenplanung in unserer Gemeinde aussehen soll. Wenn nun ein Unternehmen, dass ein reiner Bürobetrieb ist in einem reinen Wohnviertel ein Bürohaus (nicht Mega Komplex) bauen will, wird dies gleich abgelehnt. Dass aber jene Bürofa. noch 10 Mitarbeiter für Ihre neue Einrichtung braucht, und diese vieleicht sogar von Gemeindeeinwohnern besetzt werden können interessiert die Verwalter nicht. Erst muss die Zonenplanung geändert werden, wozu eine Abstimmung nötig würde.... Ich als Bauherr würde solange sicher nicht warten. Sofort würde ich meine Investitionen einer anderen Gemeinde anbieten.
Etwas liberalität wäre im Bereich der Zonenplanung sicher nicht verkehrt.

Ich könnnte Tagelang weiterschreiben.... Wegen des Kleinen Ausschnitts des bereits geschrieben verliere ich doch langsam den Überblick und beende vorerst hier.
Roger Mellert - kandidiert für Grossrat Bern, BDP 3. Februar 2010 Verstoss melden
Der Kanton Bern hat durchaus Potentiale für Betriebe. Diverse Solarfirmen deren Gründer in den damaligen HTL's, heute FHs studiert haben zeigen das. Alleine in der Photovoltaik bietet der Kanton Bern heute über 1'000 Arbeitsplätze. Urs Muntwyler, Solarunternehmer Zollikofen, Grossratskandidat Grüne Mittelland Nord
Urs Muntwyler - kandidiert für Grossrat Bern, Grüne 3. Februar 2010 Verstoss melden
Wenn wir schon bei der Vermischung von Kirchen, kantonaler Verwaltung und Industriestandort sind: Der Teufel steckt wie so oft im Detail. Als «Verwaltungsratspräsident» und «CEO» einer Gemeinde habe ich regelmässig Einblick in die Tätigkeiten einer so genannten Verwaltung. Wir vermeiden seit einigen Jahren dieses Wort, weil es unseres Erachtens zu statisch ist. Wir sind ein Dienstleistungszentrum für die Bürgerinnen und Bürger und richten uns nach deren Bedürfnissen. Das ist aber ein Paradigmenwechsel, der einige Jahre dauerte. Den Menschen muss vorerst klar sein, dass jede Person, die am Schalter, Telefon oder per Mail etwas will, auch ein potenzieller Zahler des eigenen Lohns ist, sprich ein Kunde.

Auf der anderen Seite müssen aber die Menschen, welche diese Dienstleistung erbringen, eben auch als Mitarbeiter ernst genommen werden. Mit einer Einstellung, dass der Grossteil ihrer Arbeit ohnehin unnötig oder zumindest ineffizient sei, erreiche ich da nichts. Ich muss die Mitarbeitenden laufend informieren und motivieren, muss Innovationswille fördern und Vorschläge ernst nehmen und prüfen. Anerkennung für eine Tätigkeit bewirkt oft mehr als ein grosser Lohn. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Mitarbeitenden durchaus wissen, welche Prozesse optimiert werden können. Ich bin überzeugt, dass dies auch beim Kanton der Fall ist.

Folglich muss die Erneuerung von den Mitarbeitenden aus erfolgen. Dazu braucht es aber auch den Willen, Leistung wirklich zu belohnen. Aus diesem Grund haben wir seit einigen Jahren ein Leistungslohn-System, das den Namen auch verdient und das erst noch sozial verträglich ist (zu etwas anderem hätte ich als SP-ler ja auch nicht zustimmen können ;-). Aus unserem LOBE-Gespräch (Lohnrelevante Beurteilung) ergibt sich automatisch der so genannte Potenziallohn, das heisst jene Lohnstufe, welche die Mitarbeitenden mit der jetzigen Leistung eigentlich erhalten müssten. Aus der Differenz zum heutigen Lohn ergibt sich wiederum der Aufstieg (oder eben auch Abstieg) im nächsten Jahr. Je grösser die Differenz, desto höher der Aufstieg. Daraus ergibt sich die Tatsache, dass in jungen Jahren der Aufstieg bei guter Leistung sehr schnell erfolgt, je älter man wird, sich die Lohnkurve immer mehr abflacht. Dadurch, dass die Leistungen sehr fein auf den jeweiligen Funktionenbeschrieb abgestimmt werden können, steigt so die Motivation der Mitarbeitenden, sich in Bereichen zu verbessern, wo das Potenzial noch am grössten ist.

Mit solchen Mitteln könnten wir den Arbeitseinsatz steigern und erst in einem zweiten Schritt das Sparpotenzial, das allenfalls beträchtlich ist, ausloten. Eines der ganz grossen Sparpotenziale hat bis anhin aber noch niemand der amtierenden oder angehenden Grossräte erwähnt. Viele der so gehassten Verwaltungsstellen werden nämlich durch die lieben Politikerinnen und Politiker gerechtfertigt, welche insbesondere vor Wahlen mit wahren Tsunamis und Staublawinen an Vorstössen den Apparat auf Trab halten. Aber um dort zu sparen müsste man fähig sein, über die Vierjahresperiode der Wiederwahl hinauszudenken und Allianzen vorgängig zu schmieden, damit Leerläufe vermieden werden können. Das wäre dann Nachhaltigkeit, die über die leere Worthülse hinaus geht.
Hannes Zaugg-Graf - kandidiert für Grossrat Bern, SP 10. Februar 2010 Verstoss melden
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